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Aus der Geschichte von Ascha
Der Name Ascha ist auf das althochdeutsche "Ask", was soviel wie Esche bedeutet, zurückzuführen.1399 wurde der Ort "Asach" genannt, 1465 "Aschah" geschrieben. Die Gegend wurde von jeher als Nordwald bezeichnet.Am nördliche Ortsrand von Ascha wurden vor einigen Jahren Reste einer Steinzeitsiedlung (Gefäßreste und Steingeräte) entdeckt. Diese Funde zeigen, dass bereits in vorgeschichtlicher Zeit diese Gegend durchwandert wurde und kleine Siedlungszelen bestanden. Es ist nicht auszuschließen, dass diese als Handlungsstationen dienten. Als Durchgangsland aber muss unsere Heimat schon seit ca. 6000 Jahren eine Bedeutung gehabt haben, denn solange waren im Gäuboden und im böhmischen Kessel ackerbauende Völker ansässig, die miteinander Handelsbeziehungen pflegten. Der bekannteste und bequemste Handelsweg von Bayern nach Böhmen war der sogenannte "Bojerweg", der von der Keltenstadt Sorviodurum (Straubing) an der Kinsach entlang nach Cham und dann weiter durch die Further Senke nach Böhmen hineinführte. In seinem Verlauf entspricht er der heutigen Bundesstraße 20. Erst in der nachbajuwarischen Zeit wurde der Nordwald durch gezielten Landanbau erschlossen.Die Bajuwaren standen von Anfang an unter der Herrschaft eigener Herzöge aus dem Hause der Agilolfinger.Diese beschenkten und beliehen ihre Gefolgsmannen mit Gütern und unlukrativem Land zur Urbarmachung und Besiedlung.   
 
Im engeren Raum von Ascha traten als Kolonisatoren hauptsächlich die Geschlechter der Domvögte von Regensburg und der Grafen von Bogen auf, ferner das von Herzog Tassilo oder gar schon von Odilo gegründete Kloster Pfaffenmünster. Auch das Kloster von Oberalteich ist für die Besiedlung unseres Raumes von großer Bedeutung. Vieles lässt darauf schließen, dass zum Beispiel die Ortschaften Herrnberg und Kienbergeinst Klosterhöfe waren.

Die Gründung von Ascha lässt sich nicht genau festlegen. Die erste urkundliche Erwähnung ist um das Jahr 1600 belegt. Die damalige Hofmark Ascha unterstand den Herren von Falkenfels, die auch seit jeher die Niedergerichtsbarkeit hatten. Die höhere Gerichtsbarkeit hatte das Landgericht Mitterfels inne. Zu den Herren von Falkenfels zählten im 12. und 13. Jahrhundert die Ritter von Hohenfels und Ehrenfels. Im 14. Jahrhundert besaßen es die Ritter von Falkenstein, Frauenberg und Frauenhofen. Im 15. Jahrhundert waren hier die Ritter von Paulsdorf ansässig und im 16. Jahrhundert ging der Besitz an das Geschlecht von Seyboldsdorf über.

Eine Tochter dieses Geschlechts heiratete dann einen Freiherrn von Weichs. Die Grablegen der von Seyboldsdorf und von Weichs befinden sich in der Pfarrkirche von Ascha, wo ein Teil der monumentalen Grabdenkmäler heute noch erhalten ist. Das Adelsgeschlecht der Weichser spielte im 17. Jahrhundert für die Entwicklung von Falkenfels und Ascha eine wichtige Rolle. Simon Viktor Freiherr von Weichs starb im Jahre 1686 und wird auf seinem Grabstein bei der Pfarrkirche in Ascha erstmals als Herr zu Falkenfels, Ascha, Rißmannsdorf und Loitzendorf bezeichnet.

Seine Frau, Anna Franziska Theresia, fundierte in ihrem Testament im Jahre 1699 unter anderem eine Brotspende in Ascha. Dazu wurde in der Seelenoktav für die Familie von Weichs in der Pfarrkirche ein Gottesdienst gehalten. Der Schlossherr von Falkenfels war verpflichtet, nach dem Amt Brot an die Armen austeilen zu lassen. Zusätzlich erhielten der Pfarrer, der Schullehrer, die Chorsänger und Ministranten ebenfalls Brot. Diese Spende wurde 1804 aufgelöst und dafür der Geldbetrag für den Lokalarmenfond verwendet.

Im Jahre 1810 kamen der Pfarrer von Ascha und der Freiherr von Buchstetten, der 1796 unter anderem die Hofmark Ascha gekauft hatte, überein, den Geldbetrag für die Brotspende zur Hälfte als Armenfond für die fünf Hofmarken Falkenfels, Ascha, Rißansdorf, Loitzendorf und Rattiszell zu verwenden, zur anderen Hälfte für die Schulden der beiden Hofmarken Falkenfels und Ascha. Die Brotspende in Ascha wurde dann 1829 vom Staat übernommen.

Um nochmals auf die Bedeutung der von Weichs zurückzukommen, ist zu sagen, dass der Sohn und auch der Enkel Anna Franziska Theresias trotz ihrer Karriere im hohen Staatsdienst nicht das niedrige Volk, die Hofmarksuntertanen vergaßen. Sie mühten sich besonders ab, ihren Untertanen den Besuch der Pfarrschule ans Herz zu legen. So wurden Preise für gute Schüler als Belohnung und Ansporn vergeben. Auch dem Lehrer wurden im Jahr zusätzlich 52 Gulden zu seinem üblichen Gehalt bezahlt. Ferner stellten diese Hofmarksherren für den Unterricht ein Schlosszimmer zur Verfügung und sorgten für die Beheizung. Im Jahre 1831 gelangte das Schlossgut in bürgerliche Hände und die Hofmark hörte somit auf zu bestehen.  

Leider ist die Entwicklung der Schulgeschichte von Ascha nicht genau erforscht. Erstmals wurde ein Adam Kugler im Jahre 1794 als Schullehrer von Ascha genannt. Das alte Schulhaus wurde 1873 erbaut. Die Volksschule Ascha war vorerst einklassig. 1906 wurde eine zweite und 1940 eine dritte Schulklasse eingerichtet. Das neue Schulhaus wurde 1961/1962 erbaut. Seit 1969 sind die früheren Volksschulen Ascha und Falkenfels zu einer sechsklassigen Grund - und Teilhauptschule vereinigt, wobei der Sitz der Schulleitung in Ascha ist.

Die amerikanische Militärregierung löste 1946 die Gemeinden Eggerszell und Pilgramsberg auf und teilte die Orte Willerszell, Krähhof und Höfling der Gemeinde Ascha zu. Ebenso wurde die Gemeinde Gschwendt durch die gleiche Behörde der Gemeinde Ascha zugeteilt. 1971 erfolgte im Zuge der Gebietsreform der freiwillige Anschluss der Gemeinde Bärnzell. Seit 1978 ist Ascha Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mitterfels.

Ascha gehört zu sogenannten Vorwaldgebiet des Bayerischen Waldes. Durchflossen wird das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung von der Kinsach, einem kleinen, aber direkten Nebenfluss der Donau. Östlich und westlich des Kinsachtales ziehen sich Hügelrücken entlang, die sich nach Süden zur Donauebene hin ausweiten. Die Hügel bestehen wie der gesamte Bayerische Wald aus Urgestein, hier Granit. Die Böden sind im Gegensatz zur Donauebene von schlechter Qualität und bestehen meist aus Lehmen. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt bei 454 m über NN und liegt bei der Ortschaft Willerszell.

Die Talbereiche der Kinsach werden häufig überflutet, wobei die Ortslagen von Ascha und Gschwendt besonders betroffen sind. Das Gemeindegebiet hat eine Größe von 1955 ha und ist eine Agrargemeinde mit landwirtschaftlicher, gewerblicher und wachsender Wohnfunktion. Die Bevölkerungszahl stieg  deshalb vom Jahre 1938 von ca. 830 Einwohnern auf heute über 1.400 Einwohner an.

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